Schlosser Holzbau, Holzingenieurbauer aus Jagstzell, hat für seinen Branchenpartner Zimmerei Frank ein bemerkenswertes Bauprojekt realisiert: Inmitten der bayerischen Landeshauptstadt entstand eine innovative Gewerbehalle mit einem angeschlossenen Bürogebäude, das höchsten Anforderungen an Funktionalität, Ästhetik und Effizienz gerecht wird. Die Umsetzung dieses Vorhabens stellte das Projektteam vor besondere Herausforderungen.
Was kommt dabei heraus, wenn ein Holzbauunternehmen für ein anderes Holzbauunternehmen baut? Idealerweise Perfektion. Diese Perfektion im Gewerbebau lässt sich nun in München bewundern. Mitten im Stadtgebiet haben die Experten für Industrie- und Gewerbehallen in Holzingenieurbauweise, Schlosser, eine anspruchsvolle Industriehalle mit angeschlossenem Bürokomplex für die Zimmerei Frank errichtet. Erstmalig war die Zimmerei Frank, die sich mit der Sanierung und Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude einen Namen gemacht hat, selbst Bauherr. Das Wachstum des inzwischen 50-köpfigen Teams führte zur Ausweitung auf mehrere innerstädtische Standorte, was die betrieblichen Abläufe erschwerte. Eine neue Gewerbehalle mit Platz für große Maschinen und Büro sollte einen effizienten, modernen Produktionsstandort bieten. Es galt, das begrenzte Grundstück bestmöglich zu nutzen und die Logistik zu optimieren, denn ein Umzug raus aus der Stadt kam für die Unternehmensleitung nicht infrage. Die Bauphasen des Projekts wurden zügig durchlaufen, beginnend mit der Erteilung der Baugenehmigung Anfang 2023, gefolgt von einem fertigen Rohbau im April und der Fertigstellung der Gebäudehülle im August. Der operative Betrieb der Fertigungsanlagen wird im November aufgenommen, während das Büro im Dezember bezugsfertig sein wird. Die Herausforderungen bei diesem Projekt waren vielfältig: Die begrenzte, städtische Grundfläche erforderte eine penible Montage-Planung auf der Baustelle. Die Entscheidung für den Holzbau erwies sich dabei als vorteilhaft, da die Elemente in den Produktionshallen von Schlosser vormontiert werden konnten, was wiederum die Bauzeit beschleunigte. Obendrein ist Holz leichter und somit mobiler als Stahl oder Beton.
Die kürzlich fertiggestellte Gewerbehalle beeindruckt mit ihrer Größe, die den optimalen Raum für Maschinen und Mitarbeiter bietet, um einen effizienten Produktionsablauf zu gewährleisten. Das angrenzende Bürogebäude erstreckt sich über drei Etagen. Knapp 250 Kubikmeter Holz wurden insgesamt verbaut. Die äußere Verkleidung aus Lärchenholz verleiht dem Gebäude eine natürliche und ansprechende Optik. Moderne Paneel Konstruktionen wurden für Wände (820 Quadratmeter) und Dach (1.950 Quadratmeter) verwendet. Eine besondere Eigenschaft der Gewerbehalle ist das traditionell als Fachwerkbinder ausgeführte Dachtragwerk, das weniger Material verbraucht als Satteldachbinder und damit ressourcenschonend ist. Es bietet außerdem die Möglichkeit, Technik platzsparend unter dem Dach zu platzieren und wird dem Anspruch an eine authentische und ästhetische Atmosphäre im Innenraum gerecht. Die Halle verfügt zudem über großzügige Emporen, die auch als Lagerflächen genutzt werden können, sowie große Tore für einfachen Zugang. „Für Kunden aus unserem eigenen Handwerk zu bauen, ist für uns etwas ganz Besonderes“, bemerkt Marlen Schlosser. „Wir freuen uns, dass die Experten aus München uns vertrauen und dass etwas so Schönes und Zukunftsweisendes entstanden ist“, fügt sie hinzu. „Die Rolle als Bauherr war neu für uns, aber Schlosser hat uns ein partnerschaftliches und produktives Miteinander leicht gemacht“, beschreibt Geschäftsführer Stefan Frank die Zusammenarbeit der beiden Zimmerer-Unternehmen. „Für uns war es keine Frage, dass wir in Holz bauen. Aber nicht nur, weil wir als Zimmerer Holz lieben, sondern weil es dank seiner Nachhaltigkeit, Funktionalität und Agilität das Baumaterial der Zukunft ist“, ergänzt Geschäftsführer Bernhard Kilmarx. Das ganze Team freut sich nun auf die Fertigstellung der Gebäude, die nicht nur eine Bereicherung für München darstellen, sondern auch für exzellentes Handwerk und zeitgemäße Architektur stehen.
