Das bayerische Holzbauförderprogramm, das 2022 im Rahmen der Klimastrategie gestartet wurde, läuft Ende 2026 aus. Neue Anträge können bereits jetzt nicht mehr gestellt werden, eine Verlängerung ist nach Angaben des zuständigen Bauministeriums nicht geplant. Ein Sprecher betonte jedoch, dass dies keine Abkehr vom Klimaschutz bedeute. Die Mittel für die Wohnraumförderung blieben weiterhin auf hohem Niveau: Im Doppelhaushalt 2026/2027 seien insgesamt 3,6 Milliarden Euro vorgesehen.
Bei der Einführung hatte die Staatsregierung die Bedeutung des Programms für den Klimaschutz hervorgehoben. Holz sei ein zentraler Baustoff der Zukunft, erklärte damals Forstministerin Michaela Kaniber. Bauminister Christian Bernreiter verwies zudem auf die Rolle der Förderung für mehr Wohnraum sowie für klimafreundliche Gebäude der sozialen Infrastruktur wie Schulen und Kindergärten.
Kritik kommt aus der Opposition. Die Grünen im bayerischen Landtag sehen im Ende der Förderung ein falsches Signal für den klimafreundlichen Bau. Holz binde CO₂, reduziere graue Emissionen und stärke regionale Wertschöpfungsketten. Statt diesen Baustoff weiter zu fördern, setze die Staatsregierung künftig stärker auf andere Bauweisen, so die Kritik.
