Ein Holzrahmenbau eines Hauses im Bau, der sich gegen den blauen Himmel abhebt.
Quelle: Nate Johnston auf Unsplash

News 2026-05-29T07:59:41.360Z Brancheninitiative zur Kohlenstoffspeicherung im Holzbau gestartet

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) habe gemeinsam mit der Gesellschaft für Klimaschutz München (GKM) eine Brancheninitiative zur Entwicklung eines Ansatzes für die zertifizierte Kohlenstoffspeicherung im Holzbau und in Holzbauprodukten gestartet, verkündet der HDH in einer Pressemitteilung. So solle die Speicherleistung von Holz künftig verlässlich zertifiziert werden können. Holzbaubetriebe und Hersteller von Holzbauprodukten können Projektpartner werden, so heißt es weiter.

Im Rahmen der Initiative würden Methodiken entwickelt, Pilotprojekte umgesetzt und Datenmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut. Ziel sei ein konsistenter Ansatz, der als Grundlage für zukünftige Zertifizierungssysteme dienen kann.

Suche nach Pilotpartnern

Mehrere Unternehmen würden sich bereits als Pilotpartner beteiligen, darunter die Hasslacher Gruppe, Hördener Holzwerk, Rubner, Schilliger Bois, STEICO, Taglieber, Terhalle, ter Hürne, WeberHaus und Wood&Energy.

HDH und GKM rufen weitere Hersteller und Holzbauunternehmen zur Beteiligung auf, so heißt es weiter. Gesucht seien Holzbaubetriebe jeder Größenordnung sowie Hersteller von Holzbauprodukten und -systemen. Unternehmen hätten die Möglichkeit, sich mit konkreten Projekten, Daten und Praxiserfahrung in die Entwicklung einbringen.

GKM-Geschäftsführer Jochen Winning: „Holzbau leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Industrie eine fundierte Grundlage zu schaffen, um die Speicherleistung im Holzbau und in Holzprodukten auch verlässlich zu bewerten und vor allem sichtbar zu machen.“

HDH-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge: „Die Teilnahme an der Brancheninitiative lohnt sich: Wer die Standards in der Zertifizierung zur Kohlenstoffspeicherung mitprägt, definiert auch die zukünftigen Spielregeln.“

Hintergrund

Hintergrund sei der europäische Rahmen für Carbon Removals (CRCF), der auch die Speicherung von biogenem Kohlenstoff in langlebigen Holzprodukten adressiere. Die konkreten Methodiken und Zertifizierungssysteme entstehen dabei im Markt, so der HDH. Für die Holzindustrie ergebe sich daraus die Notwendigkeit, frühzeitig tragfähige und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.

Quelle: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)

zuletzt editiert am 29. Mai 2026
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