Mit dem Bundeswettbewerb HolzbauPlus würdige das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Bauwerke, die die Vorzüge des Holzbaus mit dem Einsatz von Naturbaustoffen, intelligenten Wärmekonzepten und erneuerbaren Energien verbinden, so heißt es in einer Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Aus dem Wettbewerb 2025/26 seien zehn Preisträgerinnen und Preisträger in vier Kategorien hervorgegangen. Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, habe die Prämierten auf dem 7. Deutschen Holzbaukongress am 14. April 2026 in Berlin ausgezeichnet. Das BMLEH stellte für die siebte Ausgabe des Wettbewerbs HolzbauPlus insgesamt 50.000 Euro Preisgeld bereit, heißt es weiter.
Bundesminister Alois Rainer: „Jedes neue Holzgebäude speichert CO2 über Generationen hinweg – und schützt damit das Klima. Genau deshalb setzen wir mit dem Bundeswettbewerb HolzbauPlus ein klares Signal für mehr Holz und mehr Innovation beim Bauen. Gleichzeitig stärken wir mit Holz aus unseren heimischen Wäldern die Wertschöpfung im ländlichen Raum – das ist praktischer Klimaschutz, der auch wirtschaftlich Sinn macht. Die im Wettbewerb ausgezeichneten Projekte zeigen, wie nachhaltiges Bauen mit Holz heute bereits überzeugend umgesetzt werden kann. Hier setzt auch die Holzbauinitiative der Bundesregierung an: Sie stärkt Innovationen im Holzbau und nimmt insbesondere die Nachverdichtung im städtischen Raum in den Blick. Gut ist zudem, dass öffentliche Bauherren beim Holzbau vorangehen. Alle diese Kriterien spiegeln sich auch in unserem Bauherrenwettbewerb wider.“
Entscheidende Kriterien für die Bewertung seien neben der gestalterischen Qualität und der Verwendung von Holz als tragendes Konstruktionsprinzip u. a. konsequent ressourcenschonende, ökologische Ansätze – darunter der Einsatz nachwachsender Rohstoffe sowie sichtbarer, natürlicher und emissionsarmer Materialien für ein gesundes Raumklima. Zugänglichkeit für Instandhaltung und Reparierbarkeit sowie Trennbarkeit, Rückführbarkeit und Recyclingfähigkeit der Materialien seien ebenso ausschlaggebend wie angemessener Flächenverbrauch, effizienter Lebenszyklus des Bauwerks und zukunftsweisende Gesamtkonzepte für nachhaltige Wärmeversorgung und Energienutzung.
Die Preisträger im Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2025/26:
Kategorie Bauen im Bestand
- Gewinner: Objekt Nordgrün, Karlsruhe
Bauherr: Nordgrün, Inh. Lukas Hechinger
Architekt: Drescher Michalski Architekten - Anerkennung: Mehrzweckhalle Ingerkingen
Bauherr: Markus Lerch
Architekt: Kilian Juraschitz - Sonderpreis: Museum Historische Oberamteistraße
Bauherr: Stefan Kotz (Stadt Reutlingen)
Architekt: Tobias Wulf

Kategorie Klimafreundlicher Neubau
- Gewinner: LIF – Leben im Fläming, Bad Belzig
Bauherr: LiF eG Leben im Fläming
Architekt: Praeger Richter Architekten GmbH - Anerkennung: Bürogebäude ZERO in Stuttgart-Möhringen
Bauherr: EEW GmbH
Architekt: RIEHLE KOETH

Kategorie Ländliche Baukultur
- Gewinner: Bildungszentrum des Landesverbands für Obstbau Garten- und Landschaft BW e.V. (LOGL) in Weil der Stadt
Bauherr: Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V.
Architekt: lohrmannarchitekten bda - Anerkennung: Pfahlbaumuseum Unteruhldingen
Bauherr: Verein Pfahlbau und Heimatkunde e.V. Unteruhldingen
Architekt: a+r Architekten

Kategorie Kommunale Gebäude
- Gewinner: Neue Feuerwache Wegberg
Bauherr: Mühlenstadt Wegberg, FB Gebäudewirtschaft, Herr Hans-Josef
Architekt: Hermann Scheidt, Prof. Frank Kasprusch, Scheidt Kasprusch Architekten GmbH - Anerkennung: Haus für Kinder St. Wolfgang
Bauherr: Gemeinde Mamming
Architekt: Hrycyk Architekten BDA - Sonderpreis: Jahreszeitenhaus im Klimagarten Schwerte
Bauherr: Stadt Schwerte
Architekt: Arge New Architekten BDA / Dr. Jutta Albus Architektin BDA

Hintergrund
Der Bundeswettbewerb HolzbauPlus sei Bestandteil der Holzbauinitiative der Bundesregierung, so die Pressemitteilung. Mit dem Wettbewerb würdige das BMLEH bereits seit 2012 Bauwerke, die die Vorzüge des Holzbaus mit dem Einsatz von Naturbaustoffen, intelligenten Wärmekonzepten und erneuerbaren Energien verbinden. Die Wettbewerbskoordinierung liege bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Im aktuellen Wettbewerb hätten 239 Teilnehmer ihre Bewerbungen eingereicht, so die FNR.