Ein neues Bürogebäude ist in Dänemark enstanden, das mehrere staatliche Behörden unter einem Dach zusammenbringt. Es gilt als Pionierprojekt im großmaßstäblichen Holzbau und ist das größte Holz-Bürogebäude Dänemarks.
Das moderne Bürozentrum namens WoodHub im Zentrum von Odense bietet eine flexible Arbeitswelt für 1.600 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und ist als klimaverantwortlich konzipiertes Gebäude harmonisch in seine Umgebung eingebettet. Mit seiner 31.000 m² großen Massivholzkonstruktion soll das Projekt die CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um 5.400 Tonnen im Vergleich zu einem herkömmlichen Bau reduzieren. Es gilt laut Pressemitteilung der zuständigen Architekten C.F. Møller Danmark A/S als nationales Vorzeigeprojekt für dokumentierte kohlenstoffarme Architektur. Sichtbare Brettschichtholz-Stützen und teilweise offenliegende CLT-Deckenstrukturen dienen als wiederkehrende tragende Elemente, die sowohl technische Leistung als auch eine hohe sinnliche Qualität bieten und gleichzeitig Kohlenstoff speichern sollen.

Die Fassaden bestehen aus recyceltem Aluminium in rotbraunen Farbtönen, die die umliegenden Backsteingebäude widerspiegeln und eine stimmige Komposition bilden. Ihre unterschiedlichen Tiefen sind auf den Sonnenverlauf abgestimmt und bieten eine passive Verschattung. Dies erübrigt mechanische Sonnenschutzanlagen und sorgt gleichzeitig für reichlich Tageslicht sowie ein angenehmes Innenraumklima.
Arbeitswelt, Stadtleben und Natur im Einklang
Die räumliche Organisation schafft einen robusten und anpassungsfähigen Rahmen, der Büroarbeitsplätze mit sozialen Begegnungsorten in Einklang bringt. Die Innenräume können bei Bedarf neu konfiguriert werden, was die langfristige Flexibilität unterstützt.

In der Grundstruktur besteht der Komplex aus zwei gestaffelten, C-förmigen Büroflügeln mit jeweils drei bis sechs Geschossen, die nach Osten bzw. Westen ausgerichtet sind. Sie laufen in einem gemeinschaftlichen, siebengeschossigen Gebäudeteil zusammen. Hier ist der Großteil der Besprechungsräume untergebracht – gezielt konzipiert, um Wissensaustausch und Zusammenarbeit zu maximieren.

Im Erdgeschoss verbinden ein Konferenzzentrum, eine Kantine und öffentliche Empfangsfunktionen das Gebäude mit der Stadt und verknüpfen das urbane Leben mit dem Innengarten. Nischen und Erholungsflächen entlang der Außenfassade stärken den Dialog zwischen Arbeitsplatz und öffentlichem Raum. Das Gebäude erreicht im Zentrum seinen höchsten Punkt und tritt stufenweise in Richtung der Nachbarbebauung zurück. Dachterrassen, erhöhte Hofgärten und grüne Innenhöfe erweitern die Arbeitsbereiche ins Freie, fördern die lokale Biodiversität und bieten Raum für Pausen und Meetings.