Der Beirat von Handwerk BW hat ein Positionspapier zur Fachkräftesicherung durch mehr Frauen im Handwerk verabschiedet. Angesichts von rund 13.600 offenen Stellen im Handwerk in Baden-Württemberg sieht der Verband großes Potenzial in einer stärkeren Erwerbsbeteiligung von Frauen.
Frauen sind unverzichtbare Leistungsträgerinnen – als Auszubildende, Fachkräfte, Meisterinnen und Unternehmerinnen. Dennoch ist ihr Anteil in vielen Bereichen weiterhin ausbaufähig.
Das Positionspapier von Handwerk BW zeigt auf, wie dieses Potenzial besser genutzt werden kann. Im Fokus stehen drei zentrale Handlungsfelder: die Mobilisierung und Stärkung von Potenzialen, die Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie die Steigerung der Attraktivität des Handwerks.
Um mehr Frauen für das Handwerk zu gewinnen, fordert Handwerk BW unter anderem eine klischeefreie Berufsorientierung in allen Bildungsstufen, eine stärkere MINT-Förderung sowie mehr weibliche Vorbilder. Gleichzeitig müssen die strukturellen Rahmenbedingungen verbessert werden – etwa durch einen verlässlichen Ausbau der Kinderbetreuung, bessere schulische Betreuungsangebote und gezielte Beratungsangebote für Betriebe und Selbstständige. Auch ein Mutterschutz für alle bei gleichzeitiger Absicherung der Betriebe ist aus Sicht des Handwerks ein wichtiger Baustein.
Darüber hinaus gilt es, die Attraktivität des Handwerks weiter zu steigern und insbesondere Frauen stärker für Führungspositionen, Betriebsübernahmen und Gründungen zu gewinnen. Dazu braucht es transparente Nachfolgeprozesse, bessere Unterstützung bei Finanzierungsfragen und gezielte Förderangebote.
Mit dem Positionspapier setzt Handwerk BW ein klares Signal: Die Fachkräftesicherung im Handwerk kann nur gelingen, wenn Frauen stärker einbezogen werden – in allen Gewerken und auf allen Ebenen.
Hier können Sie sich das Positionspapier ansehen.
