Ein zweistöckiges modernes Holzhaus (Holzfassade) mit großen Fensterfronten, überdachten Balkonen und Satteldach steht in einer ländlichen Umgebung neben einem abgeernteten Feld. Das Haus zeigt warme Holzakzente, eine helle untere Etage und gepflegte Außenbereiche bei weichem Nachmittagslicht.
Für Familie Aigner war von Anfang an klar, dass das Gästehaus in möglichst kreislauffähiger Vollholzbauweise errichtet werden soll. (Quelle: holzius/Michael Liebert)

Technik 2026-06-16T09:41:23.761Z Natürlich urlauben im Vollholzchalet

Mit einem neuen Chalet in leimfreier Vollholzbauweise erweitert die Familie Aigner ihr Angebot für einen Urlaub auf dem Bauernhof bei Gmunden in Oberösterreich. Das kreislauffähige Gebäude vereint natürliche Materialien, wohngesunde Räume und nachhaltige Bauqualität. Bestehende Bausubstanz wurde dabei sensibel in das Konzept integriert.

Seit mehr als 30 Jahren lädt die Familie Aigner zum „Urlaub am Bauernhof“ auf den Götschhof bei Gmunden in Oberösterreich ein. Der traditionelle Vierkanthof, ein Milchviehbetrieb mit Direktvertrieb, wurde bereits im Jahr 1460 erstmals urkundlich erwähnt – seitdem ist er durchgehend in Familienbesitz. „In unserem Vierkanthof betreiben wir Ferienwohnungen für insgesamt zehn Personen. Mit einem separaten Chalet für acht Personen auf unserem Grundstück wollten wir unser Angebot erweitern – denn die Nachfrage nach unserem familiären Zugang zum Urlaub am Bauernhof steigt spürbar“, fasst Franz Aigner die Ausgangslage zusammen.

holzius für den Wohnbereich

Das neue Chalet sollte das alte, ungenutzte Mostpresshaus mit Getreidespeicher ersetzen. Dessen alten Mauern wurden als Bestandteil in die Neuplanung integriert. Für Familie Aigner war von Anfang an klar, dass das Gästehaus in möglichst kreislauffähiger Vollholzbauweise errichtet werden soll, denn das Bauen mit Holz ohne chemisch-synthetische Stoffe hat sich über Jahrtausende bewährt. Als gelernter Tischler verfügt Franz Aigner über entsprechende Fachkenntnis, die sich bei der Suche nach einem Partner für die Umsetzung bezahlt machen sollte: „Ich habe mir verschiedene Systeme sehr genau angeschaut. Schlussendlich hat mich das leimfreie Vollholz-Bausystem von holzius vollends überzeugt. Die Wandelemente mit einer Gratleiste zu realisieren, verbindet Eleganz mit Stabilität. Nach einer ersten technischen Abklärung wurde uns die Firma Erler Bau GmbH von Roman Erler als umsetzende Firma empfohlen. Mit diesen Ansprechpartnern in der unmittelbaren Region hat unser Konzept Form angenommen.“ Roman Erler ergänzt: „Wir haben uns im Zuge der Salzburger Messe kennengelernt. Nach einer etwas längeren Planungsphase konnten wir schließlich in die behördlich genehmigte Umsetzung starten. Wir haben uns dazu entschlossen, verschiedene Bauweisen für die Nutzungsbereiche des Hauses anzuwenden. Den Bauleuten war es wichtig, dass das Bausystem von holzius vor allem im Wohnbereich seine wohngesunden Eigenschaften und Vorteile ausspielen kann.“

Robuste Holz-Holz-Verbindungen

Das holzius-Funktionsprinzip nutzt bewusst die natürlichen Eigenschaften des Holzes, das aus PEFC-zertifizierten, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. holzius-Partner Roman Erler erklärt: „Das natürliche Schwinden und Quellen des Qualitätsholzes wird nicht unterbunden, sondern gezielt konstruktiv eingesetzt. Mittels Gratleistenverbindung lassen sich stabile Wandelemente ohne Leim und Metall herstellen. Solche Holz-Holz-Verbindungen sind robust, resistent und zuverlässig. Genau diese Materialeigenschaften sind notwendig, um stabil auf Steinmauern und darüber hinausragende Auskragungen zu bauen.“ Sämtliche Vollholzelemente werden in der Produktion von holzius werksseitig vorgefertigt, sodass keine zusätzliche Bearbeitung auf der Baustelle erforderlich ist. Dadurch lassen sich bei Anlieferung und Montage wertvolle Zeit und Kosten einsparen sowie der Koordinationsaufwand auf der Baustelle mit weiteren Gewerken reduzieren.

Natürliches Wohlfühlen

Beim Baukonzept des neuen Chalets am Götschhof haben die Bauleute gemeinsam mit Roman Erler einige architektonische Details eingeplant. Auf die Bestandsmauern und Holzriegelwände im Erdgeschoss wurde aus statischen Gründen eine ca. 50 cm über den Grundriss auskragende Brettsperrholz-Decke für den Wohnbereich im Obergeschoss gesetzt. Sie bildet die Basis für die Vollholzwände. „Das ist der Bereich, in dem sich unsere Gäste am meisten aufhalten. Hier, im Wohnbereich des Obergeschosses stellen wir mit den holzius-Bauelementen den maximalen Wohnkomfort sicher“, erklärt Franz Aigner. Der baubiologische Anspruch der Bauleute zieht sich konsequent durch: Ein Mix aus holzius-Sichtelementen, dekorativen Elementen aus eigenem Altholz und offenporigem Lehmverputz an den Wänden verbindet die Räumlichkeiten.

Sonnendurchflutetes Wohnzimmer in einem modernen Holz-Chalet mit offenem Kamin, dekorativ gestapeltem Feuerholz, hellem Holzboden und sichtbaren Holzbalken. Der kombinierte Essbereich mit Tisch und Stühlen steht vor großflächigen Panoramafenstern, die einen weiten Bergblick und Zugang zu einer Holzterrasse bieten. Die warme, gemütliche Einrichtung und das natürliche Licht schaffen eine einladende, alpine Atmosphäre.
Die Verwendung des natürlichen und unbehandelten Vollholzes zieht sich als roter Faden auch in der Inneneinrichtung der Räumlichkeiten durch. (Quelle: holzius/Michael Liebert)

Holz bis ins kleinste Detail

Die Idee, beim Bau des neuen Gästechalets natürliches und unbehandeltes Vollholz zu nutzen, zieht sich als roter Faden auch in der Inneneinrichtung der Räumlichkeiten durch. Die Garderobe im Eingangsbereich wurde aus der rund 300 Jahre alten Altholztür des Bauernhauses gefertigt. Tragbalken und Hölzer aus dem Dachstuhl des alten Mostpresshauses finden sich ebenfalls als Gestaltungselemente wieder. Die Eichenholzstiege vom Erdgeschoss in das aus holzius-Bauelementen gefertigte Obergeschoss ist hingegen bewusst modern gehalten. Bar und Esstisch im Wohn-Essbereich wurden aus einem alten Nussbaum des Bauernhofs gefertigt. „Wir haben bewusst viel Familien- und Regionalgeschichte in dieses Chalet integriert. Auf diese Weise spüren unsere Gäste eine tiefe Verbundenheit. Die Kombination aus neuem und altem Holz sorgt dafür, dass sie innerhalb weniger Tage an diesem Ort verwurzeln“, fassen die Bauleute zusammen. Roman Erler unterstreicht die Einzigartigkeit dieses Projekts: „Anders als bei klassischen Einfamilienhäusern wurden hier mehrere architektonische Stile unter einem Dach kombiniert. Das erklärt sich aus der touristischen Nutzung. Auf diese Weise werden mehr Menschen ‚abgeholt‘, gleichzeitig gibt es in jedem Wohnbereich etwas Neues zu entdecken.“

Positives Gäste-Feedback

Ende Juli 2025 haben sich die ersten Gäste in das neue Chalet am Götschhof eingemietet. Seitdem erfreut sich dieses Urlaubsangebot größter Beliebtheit. Für Margit und Franz Aigner ist die Buchungslage die schönste Bestätigung: „Das Feedback ist durchweg positiv – sowohl von unseren Gästen als auch von unseren Nachbarn und Interessenten aus der Region. Wir haben es geschafft, mit dem traditionellen Holzbau modernen Ansprüchen zu entsprechen.“ Im persönlichen Feedback heben die Gäste vor allem die Wohnqualität, die natürliche Materialität, den Charakter der Zimmer und natürlich die einzigartige Atmosphäre durch die offenporigen, unbehandelten Holzoberflächen der Wände hervor. Denn dank der als angenehm warm empfundenen Oberflächentemperatur und den antibakteriellen sowie feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften sorgt naturbelassenes Holz für ein spürbar angenehmes und behagliches Raumklima.

www.holzius.com

zuletzt editiert am 16. Juni 2026
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