In Suhl-Nord entsteht mit dem „Kompetenzzentrum Holzbau und nachwachsende Rohstoffe“ (KHoR) ein zentraler Baustein zur Stärkung des Holzbaus in Thüringen. Das Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Angewandte Bauforschung Weimar (IAB) und des Bündnisses „Holz-21-regio“ wird von der Landesregierung begleitet und in den Jahren 2026 und 2027 mit rund 10 Mio. Euro gefördert. Ziel ist es, Forschung, Praxis und regionale Wirtschaft enger zu verzahnen und den Holzbau strategisch weiterzuentwickeln.
Im Fokus steht die stärkere Nutzung des Rohstoffs Holz entlang regionaler Wertschöpfungsketten. Dabei sollen insbesondere nachhaltige Bauweisen, innovative Technologien und neue Einsatzmöglichkeiten – etwa für bislang weniger genutztes Laubholz – vorangetrieben werden. Das Kompetenzzentrum versteht sich als Plattform für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Akteure, um praxisnahe Lösungen für klimafreundliches und ressourcenschonendes Bauen zu entwickeln.
Der Standort Suhl-Nord wird parallel zu einem holzorientierten Gewerbegebiet entwickelt. Geplant ist unter anderem eine Forschungs- und Versuchshalle in Holzbauweise. Bis zur Fertigstellung startet das Zentrum bereits mit ersten Aktivitäten wie Workshops, Netzwerkformaten und der Begleitung von Modellprojekten.
Vor dem Hintergrund klimabedingter Waldschäden und des notwendigen Waldumbaus gewinnt die Initiative zusätzliche Bedeutung. Neue Verwendungsansätze, insbesondere für Laubholz, sollen langfristig sowohl die Rohstoffbasis für den Bau sichern als auch wirtschaftliche Perspektiven für Waldbesitzer schaffen. Gleichzeitig leistet das Vorhaben einen Beitrag zur CO₂-Speicherung und zur Substitution energieintensiver Baustoffe.
Quelle: Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur
