Eine Gruppe von sieben Personen steht auf einer Bühne, zwei Personen halten Preise und eine Person hält einen Blumenstrauß.
Quelle: Bauer Holzbau

Personalien 2024-12-10T11:22:34.510Z Walter Bauer und Hans Joachim Blaß für Verdienste im Holzbau geehrt

Im Rahmen des internationalen Holzbau-Forums (IHF) in Innsbruck wurde Walter Bauer für seinen langjährigen Einsatz sowie seine herausragenden Beiträge zur Weiterentwicklung und Förderung des Holzbaus geehrt. Auch Univ.-Prof. Dr. Hans Joachim Blaß, der mit seiner Forschung, insbesondere zur Entwicklung der Vollgewindeschraube internationale Anerkennung erlangt hat, wurde ausgezeichnet.

Schon 2016 wurde Walter Bauer mit der Goldenen Ehrennadel von Holzbau Deutschland ausgezeichnet. Die aktuelle Ehrung beim IHF 2024 unterstreicht einmal mehr seinen unermüdlichen Einsatz, der sich über mehr als vier Jahrzehnte erstreckt und den Holzbau nachhaltig geprägt hat.

Seit 1978 leitet Walter Bauer den Familienbetrieb Bauer Holzbau und hat das Unternehmen unter seiner Führung zu einem Vorreiter für nachhaltige und zukunftsorientierte Bauweisen gemacht. Mit der Verbindung von modernster Technologie und traditionellem Handwerk hat er maßgeblich dazu beigetragen, den Holzbau zukunftsfähig zu gestalten. Doch Bauers Engagement reicht weit über sein Unternehmen hinaus: Als Präsident des Holzbau Deutschland Instituts spielte er eine zentrale Rolle bei der technischen Weiterentwicklung des Holzbaus – bis hin zur Realisierung von Holzhochhäusern. Bereits seit 1983 engagiert er sich im Holzbau-Deutschland-Ausschuss „Technik und Umwelt“, wo er seit 2006 als stellvertretender Vorsitzender tätig ist. Darüber hinaus bringt er sein Fachwissen in Normierungsprozesse und in zahlreiche landes- und bundesweite Gremien ein. Von 2008 bis 2024 war er Präsident des Holzbau-Deutschland-Instituts. In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. h.c. Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim, Bauers Leistungen.

An diesem Abend wurde zudem Univ.-Prof. Dr. Hans Joachim Blaß ausgezeichnet. Der international anerkannte Wissenschaftler, der bis 2021 den Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktionen an der Universität Karlsruhe innehatte, erlangte insbesondere durch seine Forschung auf dem Gebiet der Verbindungen und Verbindungsmittel weltweite Anerkennung. Insbesondere an der Entwicklung und Anwendung von Vollgewindeschrauben, die für den Holzbau neue Möglichkeiten eröffneten, war er maßgeblich beteiligt und erhielt dafür 2010 vom schwedischen König den Marcus-Wallenberg-Preis. Weitere Forschungsarbeiten beschäftigten sich mit der Anwendbarkeit von Brettsperrholz und anderer Holz-Massivbauweisen sowie adaptierten Holz-Holz-Verbindungen für moderne Holzprodukte.

Unser herzlicher Glückwunsch geht an beide Preisträger zu dieser bedeutenden Auszeichnung!

zuletzt editiert am 14. Januar 2025