Eine Werbeplakat der FNR
Eine Studie ergab, dass sich mit Wohngebäuden in Holzbauweise gegenüber denen in konventioneller Bauweise CO2-Äquivalent einsparen lassen. (Quelle: FNR)

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19. December 2022 | Teilen auf:

Eindrucksvolle Treibhausgasbilanz beim Holzbau

Über den gesamten Lebenszyklus eines Wohngebäudes in Holzbauweise mit 200 Quadratmetern Grundfläche lassen sich gegenüber einem gleich großen Haus in konventioneller Bauweise bis zu 41 Tonnen CO2-Äquivalent einsparen. Das geht laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) aus dem Forschungsbericht „Treibhausgasbilanzierung von Holzgebäuden – Umsetzung neuer Anforderungen an Ökobilanzen und Ermittlung empirischer Substitutionsfaktoren (THG-Holzbau)“ hervor.

Der Bericht ist das Ergebnis eines über den Waldklimafonds des Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministeriums (BMEL und BMUV) geförderten Forschungsprojekts der Ruhr-Universität Bochum, des Hamburger Thünen-Instituts für Holzforschung, der Technischen Universität München und der Ascona Gesellschaft für ökologische Projekte. Die im Verhältnis niedrigere THG-Emissionsbilanz von Gebäuden, deren tragende Konstruktion vornehmlich aus Holz besteht, resultiert unter anderem aus dem gegenüber konventionellen Baustoffen weniger energieaufwendigen Herstellungsprozess der nachwachsenden Baustoffe. Die Wissenschaftler*innen ermittelten für neu errichtete Ein- und Zweifamilienhäuser ein Einsparpotenzial zwischen 77 und 207 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Bei 200 Quadratmetern beträgt die mögliche THG-Reduzierung demnach zwischen 16 und 41 Tonnen CO2-Äquivalent. Etwas darunter liegt das relative Einsparpotenzial in aus nachwachsenden Baustoffen errichteten Mehrfamilienhäusern, da bei ihnen höhere Anforderungen an die Bauteile (z. B. im Brandschutz) zu berücksichtigen sind.

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zuletzt editiert am 22.12.2022