Holz
Foto: bmH bauen mit Holz

Holzmangel

12. May 2021 | Teilen auf:

Holzmangel: ZVDH für regionale Runde Tische

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks untersucht verschiedene Lösungsmöglichkeiten um die Holzkrise kurzfristig zu lösen.

Laut Dachdeckerhandwerk können Politik und Verbände das internationale Marktgeschehen weder kontrollieren noch regeln. Gemessen am weltweit benötigten Holzvolumen sind die inländisch nachgefragten Mengen so gering, dass selbst deren Bündelung keine Marktmacht hätte. Daher ergeben sich hieraus keine Anknüpfungspunkte. Damit laufen auch dahingehende Forderungen an die Politik, wie etwa die der Marktregulierung, ins Leere.

Es ist momentan (Stand 12.Mai 2021) damit zu rechnen, dass die Marktturbulenzen noch eine Weile anhalten. Eine Beruhigung sollte in den nächsten drei bis sechs Monaten eintreten. Die Preise für Holz werden dann nicht auf ihr niedriges Niveau von Ende 2020 zurückfallen, sondern dauerhaft hoch bleiben

Eine einfache Antworten ist auf die komplexe Problematik des derzeitigen drastisch steigende Holzpreise begleitet von langen Lieferfristen.kaum möglich sind. Zumal es regional auch zu unterschiedlichen Ausprägungen der Krise kommt. Am sinnvollsten scheinen daher Maßnahmen, wie regionale Runde Tische einzurichten, um gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen zu suchen.

1. Schneller Preisanstieg für Erzeuger

Helfen könnte ein rascherer Preisanstieg auf Erzeugerebene, der zumindest mittelfristig auch zu einem besseren Angebot führen würde. Dann würde es sich wieder lohnen, mehr Ware auf den Markt zu bringen. Waldbesitzer bestätigen, in diesem Winter wegen des niedrigen Holzpreises bis zu 80 % weniger Holz eingeschlagen zu haben als sonst.

2. Vorratskäufe im großen Stil vermeiden//Bestellungen kontingentieren

3. Regionale Runde Tische

Mit allen Akteuren der Krise.

  • Handwerk (Innungen oder Kreishandwerkerschaften Dachdecker//Zimmerer)
  • Kommunale Politiker
  • Waldbesitzer
  • Sägewerke
  • Holzhandel

4. Politik sensibilisieren – Klimawende in Gefahr

Briefe an die zuständigen Bundes- und Landesminister, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Vor allem auch das wichtige Argument ansprechen, dass durch einen langfristigen Baustopp oder Verschieben von Sanierungen die Klimawende in Gefahr ist, denn die energetische Sanierung des Gebäudebestands trägt maßgeblich dazu bei.

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